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3 Testmarker, die stille Entzündungen sichtbar machen


Verena Seeger12. Januar 2026 | Update: 23. Dezember 2025

3 Testmarker, die stille Entzündungen sichtbar machen

Das Mikrobiom ist in den letzten Jahren zu einem der meistdiskutierten Themen in der Medizin und Ernährungswissenschaft geworden. Mit mehreren Billionen Mikroorganismen beeinflusst es nicht nur unsere Verdauung, sondern auch Immunsystem, Energiehaushalt und sogar unsere mentale Stabilität.

Doch was, wenn tief im Körper unbemerkt Entzündungsprozesse ablaufen? Stille Entzündungen bleiben oft jahrelang unentdeckt und können dennoch der Ursprung für Erschöpfung, Immunschwäche, chronische Beschwerden oder Stoffwechselstörungen sein. Die gute Nachricht ist, dass es heute moderne Marker gibt, die genau diese verborgenen Prozesse sichtbar machen können.

Wie kann man stille Entzündungen aufdecken und warum ist das sinnvoll?

Stille Entzündungen („Silent Inflammations“) verlaufen meist ohne typische Anzeichen wie Schmerzen, Rötungen oder Fieber. Sie entstehen oft im Darm, dem Zentrum unseres Immunsystems und verbreiten sich schleichend über das gesamte System.

Eine gestörte Darmflora kann die Darmbarriere schwächen und damit stille Entzündungen begünstigen. Um diese frühzeitig zu erkennen, sind spezifische Laborwerte erforderlich, die subtil reagierende Entzündungsmechanismen erfassen.

Stille Entzündungen und Mikrobiom – eine enge Verbindung

Ist das Mikrobiom aus dem Gleichgewicht geraten (z. B. durch schlechte Ernährung, Stress, Medikamente oder Umweltfaktoren), kann die empfindliche Darmbarriere durchlässig werden. Ein Zustand, der auch als „Leaky Gut“ bekannt ist.

Diese erhöhte Permeabilität ermöglicht es bakteriellen Bestandteilen wie Lipopolysacchariden (LPS), aus dem Darm in die Blutbahn zu gelangen. Das Immunsystem reagiert darauf mit einer chronischen, unterschwelligen Aktivierung ohne sichtbare Entzündungszeichen, aber mit langfristigem Schaden.

Typische Folgen:

  • Chronische Müdigkeit und Brain Fog
  • Reizdarmähnliche Beschwerden
  • Autoimmunreaktionen
  • Erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Metabolische Dysbalancen

Die Kombination aus Mikrobiom-Analyse und gezieltem Testen von Entzündungsmarkern kann hier wertvolle Hinweise liefern.

3 Marker, die stille Entzündungen sichtbar machen

1. hs-CRP: Der feine Sensor für systemische Entzündung
2. Alpha-1-Antitrypsin: Der Indikator für eine geschwächte Darmbarriere
3. Calprotectin: Der Marker für aktive Entzündungen im Darm

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Fazit

Das Mikrobiom ist weit mehr als nur ein Verdauungshelfer: Es beeinflusst unser Immunsystem, unsere Energie, unsere Psyche und kann entscheidend darüber mitbestimmen, ob wir chronisch krank oder gesund altern. Ein Leaky Gut ist dabei oft der stille Vorläufer tieferliegender Störungen.

Wer frühzeitig auf die Signale seines Körpers hört, gezielt gegen stille Entzündungen vorgeht und sein Mikrobiom stärkt, schafft die Basis für gesundes Altern und Vitalität.

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